Evolition und Verhaltensforschung
Schiffshalterfisch
Der folgendende Teil behandelt Fragen der Evolution des Lebens im Bereich der Biologie und der Verhaltensforschung. Dem Autor liegt es fern, die Gültigkeit der Evolutionstheorie in ihrer heutigen
Form des Neodarwinismus in Frage zu stellen. Im Gegenteil: die Mechanismen der Erbgutveränderung und anschließender Selektion sieht auch er als plausible Erklärung der Vielfalt und
Lebenstüchtigkeit der Arten in der Natur an. Dennoch sind, im Blick auf das zuvor Gesagte, Zweifel berechtigt, ob der der Begriff des Zufalls, der diese Veränderungen lenkt, in seinem
herkömmlichen Sinne („rein zufällig") die Wirklichkeit ausreichend beschreibt, oder ob nicht doch in seinem Wirken eine gewisse Tendenz zu erkennen ist.
Um diese Vermutung zu untermauern, führt der Autor eine Fülle von Beobachtungen aus der Natur an. Besonders bezeichnend sind etwa Fälle, in denen die Annahme der Umwandlung eines
Organs für neue Aufgaben in kleinen Schritten, wie es die Theorie vorschreibt, zu Überlebensnachteilen für das veränderte Individuum und damit zu dessen Untergang hätte führen müssen,
solange das neue Merkmal noch nicht voll ausgebildet und funktionsfähig war. Die - extrem unwahrscheinliche - Alternative dazu wäre die Annahme, daß alle für die neue Funktion notwendigen
Veränderungen des Erbgutes auf einmal eingetreten wären. Auch die moderne Systemtheorie, die heute zur Erklärung solcher Phänomene herangezogen wird, kann letztlich keine überzeugende Antwort
liefern. Der Autor deutet die Fakten von seiner religiösen Überzeugung her so, daß im Hintergrund des Naturgeschehens ein Schöpferwille steht. Statisch kommt er im Naturgesetz zum Ausdruck,
dynamisch im Wirken des Zufalls.
ARGUMENTE