Philosophie
René Descartes
Der philosophische Teil des Buches beschäftigt sich zunächst mit Fragen der Erkenntnistheorie. Von Platos Höhlengleichnis über Kants apriorische Kategorien und Nicolai Hartmanns Schichtenlehre führt ein Weg zur evolutionären Erkenntnistheorie, wie sie etwa von Konrad Lorenz und Hoimar v. Ditfurth entwickelt wurde. Die Einsicht daraus lautet, daß es mit großer Sicherheit Bereiche der Wirklichkeit gibt, die unserer Erkenntnisfähigkeit oder gar naturwissenschaftlichen Methoden nicht zugänglich sind. Dies eröffnet den Ausblick auf einen ganzheitlichen Kosmos, der sowohl „Diesseits" wie „Jenseits" umfaßt.
Nach einem kurzen Blick auf Fragen der Theodizee und auf Feuerbachs Projektionstheorie kommt der Autor zu seinem zweiten Hauptanliegen: der Frage nach dem Geist und nach seinem Verhältnis zur Materie. Der Autor vertritt dabei, entgegen dem Trend, eine dualistische Auffassung ("Materie und Geist sind wesensverschieden und doch jeweils Aspekte einer Gesamtwirklichkeit"), weil sie nach seiner Meinung die beobachtbaren Fakten besser erklären kann als der Monismus ("Materie und Geist sind wesensgleich") . Von hier ist es nur ein kleiner Schritt, um auch dem geistigen Subjekt, also dem Bewußtsein und der Seele, eine nichtmaterielle Realität zuzugestehen. Zur Beantwortung der Frage, ob dieses, etwa in Form von Information, den leiblichen Tod überdauern kann, zieht der Autor Theorien über Quanteninformation und Information allgemein heran, nach denen diese auch nichtlokal und unabhängig von Materie existieren kann. Wenn es einen Gott gibt, dann ist in ihm alle Information zeitlos aufgehoben. In seinem Bewußtsein wird Information zu Bedeutung, d.h. zum geistigen Individuum, das in ihm sein Endziel findet.
ARGUMENTE